Album des Monats
Delbo - Grande Finesse
Ein schönes deutsches Gitarrenalbum zu Beginn des Jahres - was will man mehr? Sehr locker runtergespielt, erinnert es sowohl an Kante, als auch an Klez.e. Wobei ersteres sich auf die Musik bezieht, letzteres auf das Feeling und die Stimme. Die Klez.e Assoziation ist auch kein Wunder, da ein Mitglied von Klez.e bei Delbo beteiligt ist. Entsteht hier so etwas wie eine Berliner Schule?
8/10
Anderes
Get well soon - Rest Now Weary Head
Sehr nettes und abwechslungsreiches Album. Am interessantesten ist die abwechslungsreiche Stimme, die manchmal an Radioheads Thom Yorke erinnert, dann wiederum klingt er ganz anders (Beirut?). Sicherlich etwas zu sehr gehypt ist dieses Album dennoch eine Perle und entfaltet seine ganze Kraft erst nach mehrmaligem Hören.
7/10
iLiKETRAiNS - Elegies to Lessons Learnt
Eigentlich schon im Dezember erschienen, aber erst am Ende des letzten Jahres entdeckt, daher mit in den Januar gerutscht. Sehr düsteres und, ja, elegisches Werk. iLiKETRAiNS sind ganz dicht dran an düsteren Ikonen, wie Nick Cave, und ähnlich wie bei ihm handeln ihre Texte von menschlichen Dramen und ihre Geschichten gehen nie gut aus. Abgründe tun sich auf und werden gnadenlos ausgeleuchtet. Der Clou: Jeder Song hat einen geschichtlichen Hintergrund. So handelt der fulminante Opener, eines der besten Stücke des Albums, von dem Ausbruch der Pest in einer englischen Kleinstadt, die über Stofflieferungen die Pestüberträger einschleppten (the tailor was the first to go/we buried him low). Die Bewohner der Stadt legten sich eine Quarantäne auf und mehr als ein Drittel der Bewohner starben, aber sie verhinderten dadurch die weitere Ausbreitung der Krankheit (with heavy hearts and other hands/we built a wall around this town/and no one comes and no one goes/save our souls).
Mit den anderen Songs verhält es sich ähnlich. Nachzulesen auf der Internetseite der Band.
8/10
Sonntag, Februar 10, 2008
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1 Kommentar:
was ist mit slut oder goldfrapp? das müsste dch dein ding sein oder nich?
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