Ein neues Lebenszeichen der isländischen Sirene ist immer ein Grund erwartungsvoll der Klänge zu harren, die da auf einen warten. Im Gegensatz zu Madonna, die ihre Produzenten so aussucht, dass sie immer einen Schritt hinter der Innovationsfront ist und somit das gerade angesagte in ihrer Musik verwurstet, kann man sicher sein, dass Björk der Zeit immer einen Schritt voraus ist oder etwas völlig abgefahrenes zum Besten gibt (z.B. Medúlla). Volta ist jetzt ein eher konventionelles Björk-Album, falls man von konventionell in ihrem Fall sprechen kann. Die Songs sind weitaus massenkompatibler, als dies ihre letzten Alben waren und erinnert irgendwie an alte Alben wie Post oder Homogenic. Insgesamt ein solides Album, wenn es auch vielleicht nicht mit dem besten Material von ihr mithalten kann. Für ein Album des Monats reicht es aber allemal.
Bewertung: 8/10 (Song-Durchschnitt 7,1/10, aber die guten Songs lassen den Gesamteindruck etwas höher erscheinen.)
Einzelkritik:
Earth Intruders: Erinnert an Army of Me. 7/10
Wanderlust: Hammersong. Schiffsgetröte am Anfang (mal wieder Hafenassoziationen) und dann ein Wahnsinns-Wummer-Beat. Definitiv Höhepunkt des Albums. 9/10
Dull Flame of Desire: Es geht wirklich sehr gut weiter. Der Song weckt Erinnerungen an Selmasongs. Sowohl wegen des Arrangements als auch wegen des Duetts. 9/10
Innocence: Plötzlich einsetzender, abgehackter Beat. Sehr nett. 8/10
I See Who You Are: Ein typischer Klimper-Björk-Song. 7/10
Vertebrae by Vertebrae: Bläsersong. Schon interessant, reisst aber nicht so mit, wie die vorherigen. 6/10
Pneumonia: Irgendwie sehr bläserorientiert dieses Album. Hier wähnt man sich in einer Jagdgesellschaft in den Bergen. Ansonsten sehr ruhig und zurückhaltend. 6/10
Hope: Jetzt wird wieder ein Gang zugelegt. Nettes Geklimper und ein Beat der zum Mitwippen anregt. 7/10
Declare Independence: Björks Punksong. Erinnert irgendwie an Peaches. Aber Björk ist halt kein Punk. 4/10
My Juvenile: Nochmal ein netter Klimpersong zum Abschied. 8/10
Sonntag, Juli 08, 2007
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