Dienstag, Dezember 23, 2008

Jahrescharts 2008

1. Mogwai - The Hawk is Howling
2. The Notwist - The Devil, You & Me
3. Sigur Ros - Med Sud...
4. The Smiths - The Sound of the Smiths
5. Wolves in the Throne Room - Two Hunters
6. Death Cab for Cutie - Narrow Stairs
7. Kettcar - Sylt
8. Eluveitie - Slania
9. Portishead - Third
10. North - What You Were
11. Marilies Jagsch - Orbituary for a Lost Mind
12. For A Minor Reflection - Reistu...
13. Isobel Campbell & Mark Lanegan - Sunday at Devil Dirt
14. Moonsorrow - Tulimyrsky
15. iLiKETRAiNS - Elegies to Lessons Learnt
16. Tomte - Heureka
17. Korpiklaani - Korven Kuningas
18. Oasis - Dig Out Your Soul
19. The Last Shadow Puppets - The Age of Understatement
20. Bohren & der Club of Gore - Dolores

Dienstag, Oktober 14, 2008

Album des Monats Juni: Sigur Ros - Med Sud...

So, nach langer Zeit endlich mal wieder eine Aktualisierung. Da ich ziemlich wenig Zeit hatte mich um Dinge außer Arbeit im Allgemeinen und Musik im Besonderen zu kümmern, gibt es auch nur einen schnellen Durchlauf der Alben des Monats der vergangenen Zeit.
Fangen wir an mit dem Monat Juni (ja, so lang ist's her).

Nachdem erst letztes Jahr das Begleitalbum 'Hvarf/Heim' zu der atemberaubenden DVD 'Heima' erschien, kommt dieses Jahr schon wieder ein neues Sigur Ros-Album heraus. Während das letzte Album viele neue Versionen von alten Song beinhaltete, ist es diesmal wieder ein vollständiges Werk. Und sieh da, Sigur Ros beschreiten leicht neue Wege. Etwas mehr weg von den sphärischen Klängen und hin zu mehr folkigen Klängen, macht das Album einen sehr guten Eindruck.

Naja, seit dem legendären 'Agaetis byrjun' bin ich von dieser Band begeistert. Und ich kenne wenige Konzerte, die mich so umgehauen haben, wie das legendäre Konzert in der Kölner Philharmonie. Um zu verstehen, was diese Musik auslöst empfehle ich einmal das Publikum auf den Videos der 'Heima'-DVD zu beobachten...
Kurz gesagt, Sigur Ros könnten wahrscheinlich auch ein Telefonbuch vertonen, ich wäre trotzdem begeistert. In diesem Sinne: Mit einem Brummen in den Ohren spielen wir endlos.

10/10

Montag, September 08, 2008


White Lies - Death

cheers ;)

Samstag, Mai 31, 2008

Album des Monats Mai: The Notwist - The Devil, You and Me

Nach langem Warten endlich wieder ein Album der Weilheimer Jungs. Und wie eigentlich immer ist eine Enttäuschung ausgeschlossen (und damit eine der wenigen Bands, denen das immer wieder gelingt). The Notwist setzen ihren Weg, den sie seit "12" genommen haben, unbeirrbar fort. Von daher gibt es keine wirklichen Überraschungen auf dem Album. Auf diesem wirklich großartigen Album fällt eigentlich nur "The Devil, You and Me" ab. Selbst "On Planet Off", dessen Rhytmusabteilung irgendwie an ein Amalgam aus Nine Inch Nails und Depeche Mode erinnert, ist ein starker Song. Niemand anderes als The Notwist ist in der Lage, elektronische Spielereien mit "Independent"-Musik und einer melancholischen Stimme und Stimmung zu verbinden. Und zusammengenommen klingt das einfach schön. Hinzu kommt, dass The Notwist seit... Ewigkeiten mich begleitet haben. Und während die meisten Bands, die man hörte, als man auf den ersten Notwist-Konzerten war, inzwischen in der Versenkung verschwunden sind, ist The Notwist immer noch präsent und bedeutender für die deutsche Musiklandschaft, als die meisten bekannten deutschen Bands, die sich seit 10 Jahren so herumtummeln. Und somit zurecht: die ersten 10/10 Punkte in diesem Jahr.

Where in this World


Gone Gone Gone


Und als Erinnerung, wie alles begann:

Death Cab for Cutie - Narrow Stairs

Es war wirklich schwierig in diesem Monat Mai das Album des Monats zu küren. Zwei altbekannte Bands drängten mit Wucht auf die vorderen Plätze. Ganz knapp auf Platz 2 gelandet: Death Cab for Cutie. Das Album hatte sich ja schon fulminant mit "I will possess your heart" angekündigt. Dies macht Lust auf mehr. Nach mehrmaligen Durchhören bleibt allerdings die Erkenntnis, dass dieser Song auch der beste des Albums geworden ist. Dies soll nicht heißen, dass der Rest der Songs schlecht ist, ganz im Gegenteil. Allerdings finde ich es immer etwas problematisch, wenn der "Burner" des Albums bereits als erste Single ausgekoppelt wird.
Death Cab machen weiter, wo sie mit ihren letzten Alben ausgehört haben. D.h. die Qualität der Aufnahmen wird sukzessive besser. Nach dem eher beschaulichen letzen Album "Plans" wird es jetzt allerdings wieder etwas rockiger (Bixby Canyon Bridge, I will possess your heart, long division, pity and fear), aber die eher ruhigen Stücke, wie auf Plans fehlen auch nicht (you can do better than me, grapevine fires, the ice is getting thinner). Absolute highlights des Albums: "i will possess your heart", "grapevine fires", "pity and fear" und "the ice is getting thinner".

9/10

Marilies Jagsch - Orbituary for a Lost Mind

Wenn ich an österreichische Musik denke, dann fällt mir hauptsächlich die entspannte Loungemusik ein, von Kruder bis Dorfmeister ein. Oder diese Toco-Band, deren Name mir gerade nicht einfällt. Und natürlich Mozart ;)
Aber Singer/Songwriter-Musik brachte ich bisher nicht mit dem Alpenländle in Verbindung. Umso überraschender die Entdeckung von Marilies Jagsch. Herzzereissende Lieder, vorgetragen von einer fragilen Stimme, die mich an jemanden erinnert, aber ich kann einfach nicht benennen an wen.
8/10

Isobel Campbell & Mark Lanegan - Sunday at Devil Dirt

Mark Lanegan hat eine illustre Geschichte hinter sich. So war er Frontmann der Screaming Trees von '83-2000. Er hat ein Soloalbum mit Kurt Cobain und Kris Novoselic als Unterstützung aufgenommen, er hatte ein Projekt mit Mitgliedern von Pearl Jam, Alice in Chains und the Walkabouts, ein weiteres mit Mitgliedern von Mudhoney und Dinosaur. Jetzt hier sein zweites Album mit der Ex-Belle & Sebastian Isobel Campbell. Wir befinden uns irgendwo im Süden Amerikas. Die Stimmung ist schwül und dunkel und Hoffnung, dass irgendwas besser werden könnte gibt es schon lange nicht mehr. Mark Lanegan haucht und raunt sich durch die Songs wie Leonard Cohen in seinen besten Songs. Isobel Campbell liefert dazu den perfekten Counterpart. Grandios.

8/10

Freitag, Mai 16, 2008

The Roots - Rising Down

"Neun Studioalben haben The Roots bisher im Laufe ihrer Karriere seit Mitte der 90er Jahre veröffentlicht und nicht jede Veröffentlichung war ein Volltreffer. Was dem Hip-Hop-Act aus Philadelphia allerdings immer gelungen ist, ist, sich jeder Art von Stillstand zu verwehren. Auch das neue Album "Rising Down" rückt die Meister des inhaltsschweren und organischen Hip-Hop in ein neues Licht.

Ist die Rede von Conscious Hip-Hop, also Rap abseits der harten Gangsta-Attitüde, spielen The Roots aus Philadelphia eine maßgebliche Rolle. The Roots mischen analogen und elektronischen Sound mit Rap, der sich vor kontroversen Inhalten nicht scheut. Als besonders bemerkenswert galt bei den Roots immer wieder der Schlagzeuger ?uestlove alias Questlove, dessen Drum-Skills ihresgleichen suchen. Zugaben wie das warme Rhodes-Piano oder Bläser komplettierten stets den so geschichtsbewussten wie frischen Sound der Roots.

"Rising Down" sei ihr bislang politischstes Album, gaben The Roots schon vor Erscheinen ihrer neuen Platte bekannt. Dass zunächst der Track "Birthday Girl" als erste Single-Auskopplung im Gespräch war, wirkte demnach ein wenig seltsam. Handelt es sich bei dem Stück doch um eine ungewöhnlich poppige, nahezu süßliche und absolut Maintream-taugliche Nummer. Inzwischen haben sich The Roots anders entschieden und das eher leichtgewichtige Stück sogar von der regulären US-Version ihres neuen Albums verbannt. Europäische Hörer kommen jedoch am Ende der Tracklist nach wie vor in den Genuss dieses eingängigen Songs, der jedoch stilistisch stark aus dem Rahmen fällt.

Auf "Rising Down" klingen The Roots alles andere als quietschvergnügt. An die Stelle des bezirzend-warmen Rhodes-Pianos ist inzwischen eine Auswahl düsterer und durchaus kantig klingender Synthies getreten, die eine gewisse harsche Kälte in den sonst eher wohligen Sound der Roots bringen. Auch Questlove bearbeitet sein Schlagzeug zwar nach wie vor mit Finesse, aber auch mit einer nicht zu überhörenden und aufbegehrenden Vehemenz. Conscious zu sein, bedeutet für die Roots weder leise noch anschmiegsam zu klingen. Die Band aus Philadelphia erkämpft sich im rezessionsgebeutelten US-Wahljahr Gehör, und zwar in erster Linie mittels eindringlicher Instrumentierung und einer beeindruckenden Gästeliste.

Black Thought, MC der Roots, bekommt auf "Rising Down" jede Menge stimmliche Unterstützung. Mit von der Partie sind unter anderem Common, Mos Def, Talib Kweli und Styles P. So vielfältig wie die ellenlange Gästeliste sind auch die Stimmungen, die sich aus der dunklen Grundatmosphäre des Albums herausschälen. Die düsteren Aspekte seien diesmal noch viel düsterer und die helleren viel heller, urteilt ?uestlove über das neue Album. Tatsächlich sollte jeder, der sich auch nur im Geringsten für ernsthaften HipHop interessiert, auf "Rising Down" mindestens ein Lieblingsstück finden. The Roots erfinden sich nicht nur mit jedem Album ein bisschen neu, sondern präsentieren diese kreative Flexibilität auch innerhalb der Tracklist ihrer aktuellen Platte." www.chello.at

7/10

Einmal das "Birthday Girl" Video:



Und das für das Album als Ganzes besser passende "Rising Down":

Donnerstag, Mai 01, 2008

Album des Monats - April

Portishead - Third

Tja, da gab es diese Band, die 1994 ein Album herausbrachten, in dessen Zug ein ganzes Genre aus der Taufe gehoben wurde, auch wenn sich Portishead niemals dieses Genres zugehörig gefühlt haben. Die Rede ist von Dummy und TripHop. Natürlich muss man fairerweise sagen, dass Massive Attack und Tricky sicherlich eher die Hauptacts des TripHop sind. Trotzdem sind Sour Times und Glory Box Hymnen dieses Genres. Portishead hatten schon immer diese verrauchte Hoffnungslosigkeit, getragen von Beth Gibbons fragiler Stimme, die ihre Verzweiflung in den Äther hauchte.
Ein Grund für den Status dieser Band ist sicherlich auch die Spärlichkeit ihrer Veröffentlichungen, und so ist Third tatsächlich erst das dritte Album in 14 Jahren.
Und was für ein Album nach einer über zehnjährigen Wartezeit dabei herausgekommen ist! Düster, elektronisch, verzweifelt. Third ist sicherlich besser als das zweite Album Portishead und braucht sich auch hinter Dummy nicht zu verstecken.
Besonderer Augenmerk möge auf We Carry On, Machine Gun (großartiger Song!), Small und Magic Doors gelenkt werden.

8/10

Videos: Machine Gun und alter Zeiten wegen: Sour Times



The Last Shadow Puppets - The Age of Understatement

Holla, da haben sich zwei Herren, einer der nebenbei in der Band Artic Monkeys spielt, und einer der zur Band The Rascals gehört, zusammen getan, um ein Album aufzunehmen. Direkt der Opener und Namensgeber The Age of Understatement ist ein mitreißender Song. Und auch der Rest ist nicht schlecht. Die Musik ist recht ungewöhnlich für ein Britpop-Amalgam und hat durch die Streicherarrangements eine gewisse Form der Anzughaftigkeit (ich weiß, dass das kein Wort ist), Coolness und ein gewisses james bondiges Etwas. Nettes kurzweiliges Album für zwischendurch. Anspieltipps: The Age of Understatement / Calm Like You / The Chamber / Black Plant

7/10

Videomania I

Eine neue Rubrik in der bedeutsame Videos vorgestellt werden sollen. Was auch immer das heißen mag.

Als Opener:

Radiohead - Street Spirits
1996, The Bends, Regisseur: Jonathan Glazer

Thom Yorke über den Song:
"Street Spirit is our purest song, but I didn't write it. It wrote itself. We were just its messengers; its biological catalysts. Its core is a complete mystery to me, and, you know, I wouldn't ever try to write something that hopeless. All of our saddest songs have somewhere in them at least a glimmer of resolve. Street Spirit has no resolve. It is the dark tunnel without the light at the end. It represents all tragic emotion that is so hurtful that the sound of that melody is its only definition. We all have a way of dealing with that song. It's called detachment. Especially me; I detach my emotional radar from that song, or I couldn't play it. I'd crack. I'd break down on stage. That's why its lyrics are just a bunch of mini-stories or visual images as opposed to a cohesive explanation of its meaning. I used images set to the music that I thought would convey the emotional entirety of the lyric and music working together. That's what's meant by 'all these things you'll one day swallow whole'. I meant the emotional entirety, because I didn't have it in me to articulate the emotion. I'd crack...

Our fans are braver than I to let that song penetrate them, or maybe they don't realise what they're listening to. They don't realise that Street Spirit is about staring the fucking devil right in the eyes, and knowing, no matter what the hell you do, he'll get the last laugh. And it's real, and true. The devil really will get the last laugh in all cases without exception, and if I let myself think about that too long, I'd crack.

I can't believe we have fans that can deal emotionally with that song. That's why I'm convinced that they don't know what it's about. It's why we play it towards the end of our sets. It drains me, and it shakes me, and hurts like hell every time I play it, looking out at thousands of people cheering and smiling, oblivious to the tragedy of its meaning, like when you're going to have your dog put down and it's wagging its tail on the way there. That's what they all look like, and it breaks my heart. I wish that song hadn't picked us as its catalysts, and so I don't claim it. It asks too much. I didn't write that song."

Quelle: wikipedia




Samstag, April 19, 2008

Kettcar - Sylt

Willkommen in der Welt der ü30er. In der Welt der fetten Midlife-Crisis (sollte man die nicht erst bekommen, wenn man die 40 überschritten hat?). Ihr, die ihr die 30 noch nicht überschritten habt, bleibt draußen, geht in eure Clubs und tanzt die Nacht durch, freut Euch an Eurer Jugend und Eurem Gefühl unsterblich zu sein. Ihr könnt das hier nicht verstehen, erst wenn Ihr hier bei uns angekommen seid und feststellt, dass Ihr Euch immer noch für jung haltet, aber die Zeit an Euch genagt hat, und irgendwie die innere Einstellung nicht mehr ganz mit der Realität übereinstimmt und Ihr an den Rändern ausfranst. Und dann sind da die Alten, die die immer noch so tun, als wären sie jünger als Ihr ("Und Opa skatet wieder / Oma hat jetzt noch ein Tatoo", Kein außen mehr) und irgendwie versteht Ihr die Welt nicht mehr. Eure langjährigen Beziehung zerbröseln (Wir müssen das nicht tun). Ihr geht auf 'Parties' und lügt Euch gegenseitig an, dass ihr immer noch die jungen, hippen Leute seid (Graceland). Ihr trefft Euch mit nem alten Freund und zerstört die Stimmung mit Eurer verbitterten Einstellung, weil die Anderen es 'geschafft' haben und die Themen des Abends Euch einfach nur anöden (Am Tisch). Ihr habt Eure Ziele erreicht und trotzdem fehlt was und die guten Geschichten, die guten Leben, passieren immer nur den Anderen (Nullsummenspiel). Ihr seht Euer Leben und es ödet Euch nur noch an (Agnostik für Anfänger). Ihr kommt zu Eurem alten Zuhause zurück, dort wo Ihr geborgen wart, aber jetzt alles fremd ist und Ihr müsst erkennen, Ihr seid kein Kind mehr (Verraten).
Also bleibt draußen, Ihr kommt hier noch nicht rein. In 10 Jahren sehen wir uns wieder, wenn Ihr da angekommen seid, wo wir jetzt sind.

8/10

Motorpsycho - Little Lucid Moments

Ich hatte ja schon immer ein gespaltenes Verhältnis zu Motorpsycho. Das liegt vielleicht daran, dass der erste Song, den ich von der Band gehört habe, "Vortex Surfer" war. Ich halte dieses Lied immer noch für eines der besten Stücke Rockmusik. Der Wechsel von Ruhig zu explodierender Lautstärke gelingt in diesem Song, wie kaum sonstwo. Smashing Pumpkins fallen einem als Band, die ähnliches schaffen konnten, ein. Dagegen verblasste der Rest der Musik, die Motorpsycho erschufen, drastisch. Vor allem die Retrorock-Phase mit psychedelischen Einsprenkelungen überzeugte mich nicht wirklich. So war für mich Motorpsycho eine Band, die sowohl mit das Beste und gleichzeitig mit das Langweiligste spielten. Die neueren Alben habe ich dann immer nur kurz angespielt und dann ignoriert.
Und jetzt, "Little Lucid Moments". Ein Album bestehend aus 4 Songs, keiner unter 10 min. Beginnend mit einer Suite. Eine Suite (Wikipedia: "Eine Suite (von frz. = Folge) ist in der Musik ein Zyklus von Instrumental- oder Orchesterstücken, der in einer vorgegebenen Abfolge ohne längere Pausen gespielt wird. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts etablierte sich daneben der Name Partita, im 18. Jahrhundert wurden Suiten auch als Ouvertüre bezeichnet.) auf einem Rockalbum? Der ganze Aufbau des Albums und der Musik erinnert in der Tat an Klassik. Somit haben Motorpsycho so eine Art klassisches Rockopus geschaffen. Ruhigere Abschnitte wechseln sich ab mit schnelleren Passagen. Themen tauchen auf und werden später wieder aufgegriffen. Dabei erinnert "Suite: Little Lucid Moments" immer noch sehr stark an ein 60er - 70er Jahre Rockepos. Diesmal allerdings in der interessanteren Form.
Der zweite Song "Year Zero" ist sicherlich das beste Stück auf dem Album und lässt den Retrorock fast hinter sich, um in Postrock-Gefilde abzudriften. Großartig.
Die letzten beiden Stücke "She left on the sun ship" und "The Alchmyst" sind dann irgendwie ein Amalgam aus Retrorock und Postrock.

Alles in allem ein gelungenes Album, dass diesmal sicherlich nicht von mir ignoriert wird.
7/10

Montag, April 14, 2008

Video Nachschlag

Da erst jetzt Videos eingefügt worden sind, gibts einen Nachschlag zu älteren Posts:

iLiKETRAiNS - Spencer Perceval



Da von Delbo kein aktuelles Video zu finden war, gibts Peroma vom alten Album:



Von WitTR kein Video, aber immerhin die Musik. Behold the Vastness and Sorrow.

März - der Rest

Vorfreude

Death Cab for Cutie werden im Mai ein neues Album veröffentlichen, Narrow Stairs. Als kleines Schmankerl vorweg gibts die Single I will possess your heart, die Lust auf mehr macht. Ein starker Song in Überlänge, der zur Hälfte instrumental daherkommt.
9/10





Außerdem:

Ein neues The Notwist Album steht in den Startlöchern. Heißer Anwärter auf das Album des Monats April.

Auch Kettcar werden bald ein neues Album veröffentlichen. Vorab gibts schon mal die Graceland EP.




Zum Abschluß noch ein Moonsorrow Video, da die Band im April eine neue EP veröffentlichen wird. Das Video zu Jotunheim, ein älterer Song der Band, kommt wegen Überlänge in zwei Teilen daher.





März

Album des Monats

Korpiklaani - Korven Kuningas


Und weiter gehts mit Musik, die dem Metal zugerechnet werden muss. Korpiklaani, ein Haufen durchgeknallter Finnen, haben ein neues Album herausgebracht. Im Gegensatz zu anderen Bands, die sich in der Ecke des Pagan/Viking Metals herumlümmeln, sind Korpiklaani unangestrengt. Das heißt, man merkt der Musik und auch den Videos an, dass die Band sich weitaus weniger ernst nimmt als die meisten Vertreter dieses Genres. Obwohl die Frage, ob Bands, die mit Make-up und langen Haaren böse Grimassen in die Kamera schneiden, sich wirklich ernst nehmen, berechtigt ist. Korpiklaani mischen finnische Volksmusik mit Metal und das Ergebnis ist sehr ansprechend. Wobei die Musik weniger martialisch klingt, sondern eher an Volksfeste und Biergelage erinnern lässt. Auch klingt das Ganze weniger dramatisch und episch, als bei anderen Vertretern dieser Gattung Musik.
8/10




Samstag, März 29, 2008

Februar

Album des Monats

Wolves in the Throne Room - Two Hunters

Ein Album, dass zwar schon im letzten Jahr erschienen ist, aber trotzdem erst jetzt entdeckt wurde und deshalb nun hier erscheint. Eine interessante Wendung, die sich im letzten Jahr mit Moonsorrow bereits ankündigte, hat nun seine erste Vollendung gefunden. Nämlich die Entdeckung von düsterem, elegischen Metal. Dark/Death Metal wird ja normalerweise im hohen Norden Europas produziert, anders aber mit Wolves in the Throne Room, die aus dem Nordosten der USA stammen. Dabei klingen sie, als wären sie den Fjorden und Seen Skandinaviens entsprungen, obwohl durchaus Anleihen an Isis zu erkennen sind.
Diese Platte ist einfach phantastisch, ähnlich, wie der Vorgänger "Diadem of 12 Stars". Dabei ist zu sagen, dass der Verfasser Metal an sich eher zwiespältig gegenübersteht. Die wohl furchtbarste Eigenart dieses Genres ist der Gesang der Mehrheit der Musik dieser Sparte. Ein hohes Fistelsingen, von dem vermutet wird, dass es von den zu engen Jeans herrührt. Prominentester Vertreter dieser Gattung von Furchtbarmetal ist Manowar, die man sich nur unter extremsten Schmerzzuckungen anhörenn kann. Dann doch lieber das skandinavische Gegrunze und Gegröhle. Dies ist auch bei Wolves in the Throne Room vertreten, dazu ein Wahnsinnsgeknüppel auf dem Schlagzeug und Gitarrenflächen, die wie bereits erwähnt, an Musik der Gattung Isis, Mogwai und den Constellation-Veröffentlichungen erinnert.

9/10

Anderes

Dark Fortress - Eidolon

Um beim Genre zu bleiben, hat eine der bekannteren Dark Metal Bands ein neues Album herausgebracht. Sehr weniger flächig als Wolves und knüppeliger. Eben purer Dark Metal. Trifft im Moment meine Stimmung.

6/10

Niels Fervert - Du kannst mich an der Ecke rauslassen

Deutscher Alternativpop in einer seiner sympathischten Inkarnationen. Einen schönes, kleines Album.

7/10

Sonntag, Februar 10, 2008

Januar

Album des Monats

Delbo - Grande Finesse


Ein schönes deutsches Gitarrenalbum zu Beginn des Jahres - was will man mehr? Sehr locker runtergespielt, erinnert es sowohl an Kante, als auch an Klez.e. Wobei ersteres sich auf die Musik bezieht, letzteres auf das Feeling und die Stimme. Die Klez.e Assoziation ist auch kein Wunder, da ein Mitglied von Klez.e bei Delbo beteiligt ist. Entsteht hier so etwas wie eine Berliner Schule?

8/10

Anderes

Get well soon - Rest Now Weary Head


Sehr nettes und abwechslungsreiches Album. Am interessantesten ist die abwechslungsreiche Stimme, die manchmal an Radioheads Thom Yorke erinnert, dann wiederum klingt er ganz anders (Beirut?). Sicherlich etwas zu sehr gehypt ist dieses Album dennoch eine Perle und entfaltet seine ganze Kraft erst nach mehrmaligem Hören.

7/10

iLiKETRAiNS - Elegies to Lessons Learnt


Eigentlich schon im Dezember erschienen, aber erst am Ende des letzten Jahres entdeckt, daher mit in den Januar gerutscht. Sehr düsteres und, ja, elegisches Werk. iLiKETRAiNS sind ganz dicht dran an düsteren Ikonen, wie Nick Cave, und ähnlich wie bei ihm handeln ihre Texte von menschlichen Dramen und ihre Geschichten gehen nie gut aus. Abgründe tun sich auf und werden gnadenlos ausgeleuchtet. Der Clou: Jeder Song hat einen geschichtlichen Hintergrund. So handelt der fulminante Opener, eines der besten Stücke des Albums, von dem Ausbruch der Pest in einer englischen Kleinstadt, die über Stofflieferungen die Pestüberträger einschleppten (the tailor was the first to go/we buried him low). Die Bewohner der Stadt legten sich eine Quarantäne auf und mehr als ein Drittel der Bewohner starben, aber sie verhinderten dadurch die weitere Ausbreitung der Krankheit (with heavy hearts and other hands/we built a wall around this town/and no one comes and no one goes/save our souls).
Mit den anderen Songs verhält es sich ähnlich. Nachzulesen auf der Internetseite der Band.

8/10

Samstag, Dezember 15, 2007

Top 10 des Jahres 2007

1. Tocotronic - Kapitulation
2. Radiohead - In Rainbows
3. Arcade Fire - Neon Bible
4. Maximo Park - Our Earthly Pleasures

5. Sigur Ros - Hvarf/Heim
6. Gravenhurst - The Western Lands
7. Six Organs of Admittance - Shelter from the Ash
8. Editors - An End Has A Start

9. Kinski - Down below it's Chaos

10. You Say Party! We Say Die! - Lose all Time


Jedes Jahr das Gleiche. Kurz vor oder nach Weihnachten muss das ganze vorherige Musikjahr Revue passiert werden und man bastelt sich eine Top-Liste zusammen. Dabei vergisst man grundsätzlich irgendetwas, ist mit der exakten Platzierung unzufrieden (soll dieser oder jener Interpret auf Platz 4 oder doch eher auf Platz 5), Birnen müssen mit Äpfeln verglichen werden und am Ende sind dann doch die üblichen Alternativ-Geschichten ganz oben und das geile Elektronik-Album landet dann doch auf den hinteren Plätzen, obwohl, eigentlich sollte es ja doch viel höher, aber dieses eine Gitarrenalbum muss dann doch auf diesen oder jenen Platz, etc.
Furchtbar stressig!
Dank des Blogs dann doch etwas entspannter diesmal. Die Platzierung zeichneten sich schon frühzeitig ab, man vergaß nichts wichtiges. Nur noch ein bißchen mit den Charts die eh schon da waren rumspielen und fertig.

Hier nun nur noch ein paar Kommentare:

- Platz 1 war irgendwie vorzeitig klar. Sicher eines der besten Toco-Alben und nach dem Konzert ist dann die Entscheidung gefallen: Da kommt nix besseres. Kam dann auch nicht.
Vielleicht trug auch die fast nicht vorhandene Radioexposition dazu bei, die einen Überdruß einiger Songs schlicht verhinderte.

- Radiohead dann am Ende doch besser als Arcade Fire. Auch wenns einiges an Hören abverlangt hat. Aber das ist ja normal.

- Über Neon Bible ist schon alles gesagt worden. Ob Funeral nun besser war oder nicht, trägt ja nix zur Jahresplatzierung bei.

- Maximo Park sicher die größte Überraschung für mich dieses Jahr. Die erste fand ich nur so lala, aber dieses Album ist sicher das Beste was an BritPop-Erscheinungen dieses Jahr herausgekommen ist.

- Sigur Ros nur im Mittelfeld, aber zu viele alte Lieder reichen dann nicht für eine höhere Platzierung und Videos werden hier nicht bewertet.

- Beim ersten Hören des neuen Gravenhurst-Albums machte sich erst Enttäuschung breit. Aber nach langem Hören tauchten die Perlen dann plötzlich auf. Sicherlich das Album das am Meisten durch das Hören gewonnen hat und dessen Platzierung sich am Ende noch dramatisch verbessert hat.

- Six Organs of Admittance. Noch sehr frisch, daher eventuell zu hoch.

- Das Editor-Album halte ich für das Beste der dieses Jahr hereingeschwappten New Wave Revivalwelle. Basta! Der Rest schaffte es dann nicht mehr in die Top Ten.

- Kinski war ein Zufallsfund auf iTunes. Nette Kanadische Gitarrenband.

- You Say Party! We Say Die! war ein Spontankauf und es dauerte bis ich mich richtig mit dem Album beschäftigt hatte. Anleihen an Siouxie, vor allem in der Stimme. Und Anwärter auf den coolsten Bandnamen.

Alles in allem war das Jahr garnicht so schlecht.

Flops des Jahres: Bloc Party, Interpol

Honorary Mentioning: Nick Cave - The Assassination of Jesse James (muss den Film noch sehen), Die Collector's Edition von Closer, Unknown Pleasures und Still.

Sonntag, Juli 08, 2007

Digitalism - Idealism

Ein kleiner Ausflug in die elektronische Szene. Es gibt ja immer mal wieder Projekte und Kombos, die als die Daft Punk Nachfolger gehandelt werden. Digitalism ist sicherlich jemand, der ein heißer Anwärter auf diesen Titel ist. Das Kuriose: Sie sind keine Franzosen, sondern Deutsche. Es ist aber die Abwechslung, die Idealism hervorhebt. Es gibt Songs, die an Daft Punk erinnern und Magnets ist sicherlich der Daft Punk Song schlechthin, und es geht erstmal in Daft Punk Manier weiter, bevor der Break kommt. Ausgerechnet mit einer Hommage an The Cures "Fire in Cairo". Hübsche Idee. Dann kommt der Kracher des Albums Pogo, der irgendwie Elektronik mit Britpop vermischt. Absoluter Mitgeher-Song. Der Rest des Albums ist dann ein netter Strauss voller elektronischer Klänge. Immer überraschend und spannend. Heisser Anwärter auf das beste Elektro-Album des Jahres. 8/10